Weidenholz wächst in Feuchtgebieten und an Flussufern und wird nach schnellem Wachstum meist als Brennholz verwendet. Dieses Stück Weidenholz konnte ich vor dem Verfeuern retten und so meine erste Weidenholzverarbeitung erleben. Besonders auffällig war die Unregelmäßigkeit der Stammoberfläche.
Inspiriert davon entschied ich mich, eine Schale mit Naturrand zu drechseln, um diese Besonderheit zur Geltung zu bringen. Die Form mit der nach oben verengenden Öffnung lässt dies besonders gut erkennen und verleiht der Schale ihren besonderen Reiz.
Ein weiterer Effekt dieser Verarbeitungstechnik ist, dass sich das farblich abhebende Kernholz durch den Schalenboden zieht und dadurch besonders gut zur Geltung kommt. Die Schale steht auf drei kleinen Füßen, wodurch sie stabil steht und gleichzeitig zu schweben scheint.
Fazit nach der Weidenpremiere: Das Holz ist durchaus gut zum Drechseln geeignet, zeigt jedoch im Querholzbereich oft wollige Oberflächen. Perfekt geschärftes Werkzeug ist unerlässlich.



